Zahnunfälle

Zahnunfälle

Zahnunfälle passieren in der Freizeit oder beim Sport. Junge Menschen sind besonders betroffen. Richtiges Verhalten ist entscheidend. smile&more gibt Erste-Hilfe-Tipps für Notfälle.

 

Was ist ein Zahnunfall?

smile&more: Wenn auf Grund eines Unfalls oder Schlags ein Zahn abbricht, gelockert, verschoben oder herausgeschlagen wird, spricht man von einem Zahnunfall. Hauptsächlich betroffen sind Kinder, denn etwa 50% aller Kinder und Jugendlichen erleiden heute vor dem 16. Lebensjahr einen Zahnunfall.

Wie passiert ein Zahnunfall?

smile&more: Gerade beim Sport ist das Risiko stark erhöht. Ein Ball der versehentlich das Gesicht trifft, ein Sturz mit dem Fahrrad oder von der Kletterwand, oder oft schon einfaches Toben reicht aus, um einen Zahn zu beschädigen.

Welche Zähne sind besonders betroffen?

smile&more: Auf Grund ihrer Stellung im Zahnbogen sind natürlich Frontzähne bei Verletzungen im Gesicht besonders gefährdet. So erleiden etwa 40% der 2-4- jährigen Kinder Verletzungen der Milchschneidezähne und ca. 30% der 8-12-jährigen Jugendlichen Schädigungen der bleibenden Schneidezähne. Besonders gefährdet sind Zähne, die nicht korrekt im Zahnbogen stehen. Daher ist bei diesen Kindern eine Zahnspange auch eine Vorsorge vor Zahnunfällen.

Wie soll man sich bei einem Zahnunfall verhalten?

smile&more: Ganz wichtig ist es, überlegt zu handeln und Ruhe zu bewahren. Bei starker Blutung sollte man auf Gaze oder ein sauberes Stofftaschentuch beißen und äußerlich mit einem kalten Lappen kühlen. Bei jedem Zahnunfall ist es ratsam sofort einen Zahnarzt aufzusuchen. Bleibende Zähne können bei richtigem Verhalten sehr oft gerettet werden.

Werden auch verletzte Milchzähne behandelt?

smile&more: Durch Unfälle geschädigte Milchzähne können auch Schäden an noch nicht durchgebrochenen nachwachsenden Zähnen verursachen und gehören daher vom Zahnarzt behandelt. Auch können in der Aufregung Milchzähne und bleibende Zähne verwechselt werden.

Wie werden Zahnunfälle behandelt?

smile&more: Die betroffenen Zähne werden untersucht. Mit einem Röntgenbild und dem Kältestab wird überprüft wie stark Zahn, Wurzel oder Nerv verletzt sind. Herausgeschlagene bleibende Zähne versucht man wieder einzusetzen, gelockerte oder verschobene Zähne an ihren Platz zu rücken und mit einer Schiene zu fixieren und abgebrochene Stücke möglichst wieder anzukleben.

Wie groß sind die Erfolgsaussichten einer solchen Behandlung?

smile&more: Richtig erkannt und behandelt, können auch schwer verletzte Zähne häufig erhalten werden. Gelingt dies nicht, kann ein Zahnunfall im Kindesalter unter Umständen ein Leben lang hohe Folgekosten verursachen.

Welche Rolle spielt die Zeit?

smile&more: Die Behandlung sollte so schnell wie möglich erfolgen. Herausgeschlagene Zähne können in einer Zahnrettungsbox maximal Stunden aufbewahrt werden.

Was ist eine Zahnrettungsbox?

smile&more: Die Zahnrettungsbox enthält eine spezielle Zellnährlösung, die das Überleben bestimmter Zahnbestandteile bis zu 24 Stunden sichert. Die Zahnrettungsbox wird bei Zimmertemperatur gelagert und hält bis zu 3 Jahre lang. Sie ist in allen Apotheken rezeptfrei erhältlich.

Was macht man ohne Zahnrettungsbox?

smile&more: In diesem Fall sofort einen Zahnarzt aufsuchen. Für den Transport dahin den Zahn wenn möglich am besten im Mund unter die Zunge legen oder in einem kleinen Gefäß mit etwas Speichel aufbewahren.

 

FACTBOX:

Zahnunfälle: Behandlung innert Stunden notwendig!

  • Abgebrochen: Je mehr abgebrochen ist, desto dringender ist die Behandlung. Große abgebrochene Stücke mitnehmen, können evtl. wieder angeklebt werden.
  • Gelockert: Der Zahn muss evtl. an seinem Platz mit einer Schiene fixiert werden.
  • Verschoben: Der Zahn muss vom Zahnarzt an seinen Platz gedrückt und dort mit einer Schiene fixiert werden.
  • Hineingeschlagen: Der Zahn muss an seinen richtigen Platz gebracht werden. Höchste Gefahr für Komplikationen!
  • Herausgeschlagen: Wenn möglich sofort wieder einsetzen. Zahn nicht an der Wurzel anfassen! Zahn nicht reinigen! In Zahnrettungsbox oder mit Speichel transportieren!